Der Esel auf der Rennbahn

In vielen Unternehmen gibt es Esel, Trainer und Stallbesitzer
Eine Geschichte zum Nachdenken

Es war einmal ein Esel. Der Stand zufrieden in einem Stall mit vielen anderen Eseln. Er war fröhlich, freundlich und sportlich und wenn die Esel aus Spass um die Wette liefen, war der Esel immer einer derjenigen, die ganz vorne liefen.

Eines Tages kam ein Trainer in den Stall und er befand, dass der Esel ein schnelles Pferd sei und bei Pferde-Rennen mitmachen sollte. Bedenken des Esels räumte er aus: mit ein bisschen Übung und Geduld wird das schon…

Der Esel wechselte den Stall und kam zu einem neuen Besitzer. Der Trainer hatte dem Rennstallbesitzer erzählt, was für ein toller Esel das sei und dass er der schnellste werden würde, ganz so wie im alten Stall.

Der Esel kämpfte tapfer bei jedem Rennen um auf auf die vorderen Plätze zu kommen und trainierte am härtesten und längsten von allen Rennpferden. Und tatsächlich machte der Esel leichte Fortschritte. Der Trainer sprach weiterhin von guten Prognosen aber an die Leistung der Rennpferde kam der Esel nicht heran. Nach zehn verlorenen Rennen platzte dem Stallbesitzer der Kragen und er schimpfte fürchterlich mit dem Esel: Was für ein doofer Esel er sei, er wäre ein Verlierer Typ, mit ihm könne man kein Geld verdienen.

Der Esel war sehr traurig und frustriert und nach einiger Zeit verlies er den Rennstall und brauchte sehr lange, sich von dieser Erfahrung zu erholen.

Und die Moral von der Geschichte?
Was denken Sie?

 

Foto WIKIPEDIA (https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0a/Equus_asinus_asinus_Kopf.JPG)

Managementstrategien

Strategien für eine neue Zeit

Jede Zeit hat ihre Herausforderung. So auch die Unsere. Unsere Vorfahren hätten es wohl ebenso gesagt und deren Vorfahren auch.

Aber ich denke, kaum eine Zeit vor uns hatte so einen Handlungsdruck etwas zu bewegen als unsere. Nicht, weil wir uns und unsere Probleme besonders wichtig nehmen. Das waren die der Vorfahren auch. Aber unsere Probleme sind dringender.

Die Lösungen und Antworten müssen auf der Basis gemeinsamer und geeigneter Werte schneller denn je gefunden werden. Die Zeit läuft uns gefühlt davon:
Nie war der technologische Fortschritt schneller als heute. Nie zuvor hatte die Erde so viele Bewohner wie heute. Nie war die Umwelt so gefährdet wie heute.

Die Herausforderungen nehmen schneller zu als die Lösungen

Meinen ersten PC habe ich  1988 gekauft. Damit konnte ich mit Word und Symphony (Vorgänger von Excel) schier unglaubliche Dinge und Arbeiten erledigen. Ich gehörte mit zu den ersten, die ihre Diplomarbeit mit einem eigenen (!) Computer, anstatt mit der elektronischen Schreibmaschine geschrieben haben. Das erste eigene Handy folgte dann 1998. Und als ich 1999 von einem Freund eine SMS erhielt, konnte ich zunächst nicht glauben, dass man auch Textnachrichten mit einem Handy versenden kann und dachte es läge ein Fehler vor.
Heute sagt mir mein Smartphone, wann ich zu Hause losfahren muss um rechtzeitig bei einem Termin zu sein und wenn meine Tochter Siri auf meinem Handy etwas fragt, fragt Siri (das Sprachprogramm von Apple©) erst einmal zurück, wer sie denn sei. Während wir uns heute über die Vorteile der technologischen Fortschritts freuen, hat das Übermorgen in den Technologien längst begonnen.

Das Internet der Daten, in welchem wir auf unendlich viele Informationen zugreifen und weltweiten, transparenten Handel betreiben können, ist für uns eine gefühlte Bereicherung und mittlerweile selbstverständlich.
Es folgt das Internet der Dinge, in welchem sich Objekte untereinander verständigen können und immer intelligenter werden. Künstliche Intelligenz wird in vielen Dingen die menschliche ersetzen. Nicht erst in weiter Zukunft, sondern sie tut es bereits. Und was dann folgt, wird uns ebenfalls irgendwann als ganz normal erscheinen: das Internet der Subjekte. Damit sind wir gemeint, die Menschen. Wir Menschen erhalten dann unseren individuellen Chip oder eine Technologie, die unsere Daten, unser Verhalten und vermutlich sogar unser „Wollen“ beeinflusst. Roboter werden verstärkt Einzug halten in unser tägliches Leben um beispielsweise Essen zu kochen oder die immer älter werdenden Menschen zu betreuen.

Vermutlich werden im Zuge des technischen Fortschritts viele Menschen arbeitslos. Ihre Arbeitskraft wird dann nicht mehr benötigt. Politiker müssen sich dann auf neue soziale Herausforderungen einstellen und neue Spielregeln des Zusammenlebens erfinden. Arbeit und Einkommen müssen neu definiert und verteilt werden. Alte Industrien werden durch neue ersetzt. Bestehende Kräfteverhältnisse werden wirtschaftlich und politisch durcheinander gewirbelt. Werden? Nein: bereits heute haben Politiker weltweit keine Antworten mehr auf drängende Fragen. Die Antworten müssen jetzt kommen!
Beispielsweise auf die Frage: wie soll die Menschheit nachhaltig 7 Milliarden Menschen ernähren ohne die Tier- und Umwelt zu zerstören? Vermutlich sind es in 20 Jahren noch eine Milliarde mehr, also 8 Milliarden Menschen. Und welche Institution initiiert, koordiniert und überwacht eigentlich die Umsetzung möglicher Lösungsansätze?

Der Zustand der Umwelt macht es dringender denn je, Antworten und Lösungen zu definieren. Die Weltklima-Konferenz ist stellvertretend für alle anderen Bewegungen eine Reaktion auf den Wunsch, auch für die Erhaltung unseres wundervollen Planeten Lösungen zu finden.

Und was hat dieser Blog damit zu tun?

Dieser Blog will sich mit Strategien im kleinen und im großen beschäftigen. Alles ist gleich interessant und hilfreich. Da ich bisher in der Wirtschaft zu Hause bin, beschäftigt sich dieser Blog vermutlich mehr mit Unternehmensstrategien als mit der Politik.  Ich denke jedoch, dass Unternehmen heute verstärkt und schneller als früher auch auf die politischen, sozialen und globalen Zusammenhänge achten und reagieren müssen und sich noch stärker an den Bedürfnissen der Menschen orientieren sollten um die richtigen Strategien und vor allem die richtigen Werte für Ihr Unternehmen und ihre Mitarbeiter zu definieren. Und die Politik? Auch die Politiker müssen schneller werden und über ihren Tellerrand hinausschauen, um vom „Reagieren“ wieder ins Agieren zu kommen. Wie agile Unternehmen. Tun Politiker dies nicht, werden sie vom Volk oder – mit noch weitreichenderen Folgen – von Technologie-Unternehmen wie Facebook, Alibaba, Amazon oder Google einfach überholt und stehen gelassen – was man zum Teil bereits heute beobachten kann.

Man braucht nicht immer eine große Vision um klar handeln zu können. Aber man braucht Ziele und Visionen, um strategisch handeln zu können.

Mein Wunsch ist es, dass dieser Blog viele Anregungen und Erkenntnisse gibt und sammelt, damit kleine und große Ziele von vielen Menschen besser und schneller erreicht werden und vor allem: den Menschen dienen.

Jörg Funke

 

Das Rezept für Leistung

Fähigkeit, Gelegenheit, Motivation

Die wichtigste der drei bedeutungsvollen Substantive ist vermutlich im Zusammenhang mit Management die Motivation. Man kann Fähigkeiten besitzen und auch unzählige Gelegenheiten haben diese einzusetzen. Aber hat man die Motivation nicht, geschieht gar nichts.

Nur die Motivation kann aus Fähigkeiten und Gelegenheiten Leistungen hervorbringen.

Die Motivation beginnt „im Kopf“. Deshalb ist es entscheidend, womit der Kopf, also die Gedanken gefüttert werden. Wenn man Kindern immer wieder sagt, dass sie etwas nicht können oder schaffen, dann werden sie es vermutlich auch nicht schaffen, weil sie es gar nicht probieren.

Bezieht man nun diese Fragen auf das Management dann wird schnell klar, wie wichtig es ist darauf zu achten, was wir unseren Kollegen und Mitarbeitern und auch den Chefs sagen sollten und was besser nicht.

Meine Erfahrung ist, dass es auch bei der Einstellungen von Mitarbeitern eines der wichtigsten Aufgaben der Vorgesetzten ist darauf zu achten, dass die Motivation des Bewerbers stimmt. Warum hat er sich genau für diesen Job beworben; warum genau für diese Firma? Bohrt man hier etwas nach wird schnell deutlich, welcher Geist hinter der Bewerbung steckt. Nur weil einer etwas kann was die Stelle gerade erfordert, heißt dies noch lange nicht, dass er sich auch für die Firma mit „Herzblut“ einsetzt.

Während die Motivation sicherlich die wichtigste Antriebsfeder für eine gute Leistung ist, sind die Gelegenheit und die Fähigkeiten natürlich selbstverständlich ebenso wichtig und ohne sie geht nun mal wenig. Wenn man unterstellt, dass Bewerber, Mitarbeiter oder Kollegen über bestimmte Fähigkeiten verfügen (sonst wären sie ja nicht in der Firma beschäftigt, oder?), muss man den Mitarbeitern natürlich auch die Gelegenheit geben, motiviert ihre Fähigkeiten auszuleben. Meine Erfahrung ist, dass dies häufig nicht der Fall ist. Mitarbeiter, die mit hohen Enthusiasmus einen Job oder eine Aufgabe übernommen haben, sind oft nach wenigen Monaten total frustriert. Hier haben wohl Erwartung und Realität nicht zusammen gepasst oder der Vorgesetzte oder die Organisation hat es versäumt, dem Talent die Gelegenheit zu geben oder es besteht Unklarheit darüber, was der Kollege darf und was nicht.

Nur wenn die Felder Gelegenheit, Fähigkeit und Motivation möglichst übereinander liegen, ist das die beste Voraussetzung für hohe Leistungen.

Welche Beispiele kennen Sie aus der Praxis?

Wir motivieren unsere Mitarbeiter falsch

Das Kerzenproblem

Heute habe ich in einem TED Talk mit Dan Pink mal wieder was sehr interessantes gelernt: Sehr viele Unternehmen inzentiveren ihre Mitarbeiter falsch.

Ausgangspunkt ist ein Experiment, dass bereits 1945 von dem Psychologen Karl Duncker geschaffen wurde: Auf einem Tisch neben einer Wand liegen eine Kerze, Streichholzer und eine Schachtel mit Reiszwecken. Die Aufgabe ist: Versuche die Kerze so an der Wand zu befestigen, dass das Wachs nicht auf den Tisch tropfen kann. Was würden Sie nun tun?

Viele würden versuchen, die Kerze mit den Reißzwecken an der Wand zu befestigen – aber das funktioniert nicht. Erst noch nach 10 bis 15 Minuten würden einige darauf kommen, die Schachtel mit den Reißzwecken zu leeren diese als Kerzenhalter zu sehen. Erst jetzt wird man darauf kommen, die Schachtel mit den Reißzwecken an der Wand zu befestigen und die Kerze darin aufzustellen. Die Kerze würde so nicht mehr auf den Tisch tropfen können und das Problem wäre gelöst.

Duncker hat nun zwei Gruppen gebildet, die unabhängig von einander das Kerzenproblem lösen sollten. Der einen Gruppe erzählte er, er wolle herausfinden, in welcher Zeit Menschen dieses Problem im Durchschnitt lösen. Der anderen Gruppe sagte er, wenn sie die Lösung so schnell schaffen würden, dass sie zu den schnellsten 25 % gehören, erhalten Sie 5 Dollar – was wohl 1945 viel Geld war. Und wenn die Gruppe die schnellste Gruppe überhaupt wäre, würde sie sogar 20 Dollar bekommen.

Was glauben Sie, wie schnell hat die zweite Gruppe das Problem im Verhältnis zur ersten Gruppe gelöst? Die Antwort muss uns nachdenklich stimmen:

Die zweite, mit Geld motivierte Gruppe, hat 3,5 Minuten länger gebraucht!

Der Versuch ist wohl sehr häufig wiederholt worden und immer mit dem gleichen Ergebnis: Kreativität kann man mit Geld nicht schneller machen. Der Anreiz durch Geld beschränkt das Denken und blockiert die Kreativität. Bedingte Motivatoren funktionieren nur in ganz bestimmten Rahmen. Im weiteren Verlauf des TED Talks erklärt Pink, daß ein geldlicher Anreiz nur dann Sinn macht, wenn man Aufgaben einfach nur abarbeiten muss und es allein auf die Zeit, nicht aber auf kreative Leistungen ankommt.

Wenn man beispielsweise die Schachtel ohne die Reißzwecken darin auf den Tisch legte und ansonsten alles gleich war und auch die Aufgabe dieselbe zeigte sich, dass sie Menschen, die einen Anreiz bekommen hatten, das Problem um ein vielfacher schneller lösen konnten als die Gruppe ohne Anreize. Der einzige Unterschied war also, dass das Kreative an der  Lösung bereits vorgegeben war. Wenn-Dann-Anreize funktionieren nur bei einfachen Regelwerken und klaren Zielen gut.

Ich denke, wir sollten unsere Anreize und Zielvereinbarungen in den Arbeitsverträgen der Mitarbeiter mal genauer anschauen und unser handeln hinterfragen. Was denken Sie?

 

Es lohnt sich diese und noch mehr Erkenntnisse anzugucken: Quelle: www.ted.com; The puzzle of motivation; Dan Pink

Was bedeutet Management

„Management ist ein Anglizismus für jede zielgerichtete und nach ökonomischen Prinzipien ausgerichtete menschliche Handlungsweise der Leitung, Organisation und Planung in allen Lebensbereichen.“
(Quelle: Wikipedia)